Historie

Schon lange vor Gründung des Fußballclubs gab es in Kirnbach eine Gruppe begeisteter Fußballfreunde die sich das Ziel gesetzt hatten einen Fußballclub zu gründen. Nach wiederholten Verhandlungen ist die Gründungsversammlung auf den 23. Mai 1956 im Gasthof "Krone" in Kirnbach angesetzt worden. Der Verein wurde gegründet mit dem gemeinsamen Wunsch im Tempo der Zeit mit zugehen und in diesem Sinne in der Hauptsache unserer Jugend eine sportliche Erziehung angedeihen zu lassen. Die Gründungsversammlung hatte einen guten Besuch, denn auf Anhieb meldeten sich 15 aktive sowie 19 weitere Sportsfreunde als passive Mitglieder.

Bei dem anschließenden Vollzug der Gründung wurde dem Verein der Name "FC Kirnbach" gegeben. Bei den durchgeführten geheimen Wahlen wurden gewählt:

1. Vorsitzender: Johann-Georg Hildbrand
2. Vorsitzender: Johannes Keck
Kassierer: Heinz Wöhrle
Unterkassierer: Gerhard Joos und Hans Faißt
Schriftführer: Martin Hoog
Beisitzer: Fritz Hildbrand und Fritz Eßlinger
Trainer: Karl Hildbrand
Spielführer: Gerhard Joos

Im Gründungsjahr wäre es dem Verein möglich gewesen einen Sportplatz zu erstellen, doch andere Umstände machten diesen Plan zunichte. Noch im Mai 1956 war erstmals beim Südbadischen Fußballverband um die Aufnahme des Vereins gebeten worden. Neben der bereits namentlichen Meldung der Vorstandschaft wurden als aktive Spieler gemeldet: Hans Faißt, Karl Hildbrand, Gerhard Joos, Bruno Joos, Willi Lehnerer, Helmut Lutz, Hermann Moser, Erwin Schwenk, Heinrich Seidel, Hermann Staiger, Friedrich Wöhrle, Gottfried Wöhrle, Heinz Wöhrle und Jakob Wöhrle.

Bis zum Jahre 1958 konnte der Verein nur Freundschaftsspiele austragen. Erst im Spieljahr 1958/59 nahm man an der Verbandsrunde teil. Durch die Unterstützung des Sportvereins Hausach wurden die Heimspiele auf dessen Platz austragen. Große sportliche Erfolge blieben für den Verein in den folgenden Jahren eher Mangelware. Eine ausgesprochen gute Kameradschaft war in dieser Zeit von Nöten , um den Fortbestand des Vereins zu sichern. Unter der Initiative des seit 1962 dem Verein vorstehenden Karl Hildbrand wollte der Fußballclub im Jahre 1964 auf der dem Vereinslokal gegenüberlliegenden Wiese zumindest einen Trainingsplatz anlegen. Mit zunehmender Eigenarbeit erhielt der Übungsplatz immer größere Dimensionen und nahm der Wunsch immer mehr Gestalt an, einen nach den Ausmaßen vollständigen Sportplatz zu schaffen. Ermutigt vom fast vollendeten Werk packte man im Frühjahr 1967 zusätzlich auch noch das unumgängliche Problem der Schaffung eines Clubhauses an. Allen Zweiflern zum Trotz wurden beide Projekte termingerecht fertig.

Am 16. Juli 1967 wurde die neue Sportstätte im Rahmen einer Einweihungsfeier seiner Bestimmung übergeben.Wobei ein Höhepunkt das Einweihungsspiel zwischen dem gastgebenden FC Kirnbach und Comet Wilhelmshaven war. Ein Pokalturnier, Tanzveranstaltungen, Festbankett und ein attraktives Hauptspiel zwischen der Amateurmannschaft FC Emmendingen und einer Kreisauswahl schlossen sich an. Mit 4:3 unterlag die Kreisauswahl vor 700 Zuschauern.

Der neue Platz brachte dem Verein einen sportlichen und personellen Aufschwung. Eine AH, eine zweite Mannschaft und zwei Jugendmannschaften namen erstmals den Spielbetrieb auf. Der Verein zählte zwischenzeitlich 25 Aktive Spieler, 19 Jugendspieler und 111 Passive Mitglieder.

Nach sehr guten Ergebnissen in den Jahren 70 bis 72 wurde mit der Vizemeisterschaft nach Abschluß der Spielrunde 72/73 die vorerst beste Platzierung erreicht. Im folgenden Jahr wurde unter Spielertrainer Udo Matz noch Platz 3 erzielt. Seither gab es für die aktiven Mannschaften überwiegend Platzierungen in der unteren Tabellenhälfte.
Die erste Meisterschaft für den Verein erspielte sich die A-Jugend in der Verbandsrunde 1972/73 unter der Betreuung von Helmut Pfotzer und Heinz Wöhrle!
Im Juni 1974 erklärte Karl Hildbrand seinen Rücktritt, nachdem er zwölf Jahre lang die Vereinsgeschichte entscheidend mitgeprägt hatte. In der ersten außerordentlichen Generalversammlung des FC Kirnbach wurde drei Monate später Helmut Pfotzer zum ersten Vorsitzenden gewählt. Ein Grundsatzreferat des stellvertretenden Bezirksvorsitzenden des Südbadischen Fußballverbandes, Walter Stemmler, war Mittelpunkt des Festabends zum 20jährigen Jubiläum des FC Kirnbach. Walter Stemmler zeichnete anschließend Heinz Wöhrle (Kassier), der sein Amt als einzigstes Vorstandsmitglied zwei Jahrzehnte inne hatte, mit der silbernen Verbandsehrennadel des Südbadischen Fußballverbandes aus. Die sportliche Attraktion anläßlich des Jubiläums war eine Begegnung zwischen der Amateurmannschaft des Bundesligisten Karlsruher SC und dem Sportverein Hausach.

Als Unterabteilung des Fußballclubs wurde im August 1976 eine Damengymnastikgruppe gegründet. Von 27 Teilnehmerinnen der Gründungsversammlung erhöhte sich die Mitglilederzahl zeitweise bis auf 52. Im Februar 1977 schloß sich eine Männergymnastikgruppe an, die mit 16 Teilnehmern startete.

Nachdem der in Eigenarbeit angelegte Rasenplatz in den letzten Jahren immer größere Mängel auf wies und bei anhaltend schlechter Witterung kaum noch bespielbar war, übernahm die Stadt Wolfach, entsprechend der Verpflichtung aus der Eingliederungsvereinbarung mit der ehemals selbständigen Gemeinde Kirnbach, den Neubau eines Sportplatzes. Der bisher angepachtete Platz wurde gekauft und an gleicher Stelle ein Tennenplatz (Hartplatz) errichtet. Der Erlös aus dem Verkauf des ehemaligen Lehrerhauses ergab den finanziellen Grundstock. Hinzu kamen Sport und Landesmittel, um das auf 250.000 DM veranschlagte Projekt zu finanzieren.
Unmittelbar vor Ablauf seiner Dienstzeit konnte Bürgermeister Arthur Martin den neuen Sportplatz im Juni 1978 dem FC Kirnbach übergeben. Während der Feierstunde wurde Bürgermeister Arthur Martin die silberne Ehrennadel des Vereins verliehen.

Die Einweihung des Platzes erfolgte dann im September mit einem Fußballspiel zwischen Wolfach und einer Kombination Kinzigtal/Kirnbach. Jugendspiele und eine Begegnung zwischen den WolfacherStadträten und Kirnbacher Vereinsvorständen schlossen sich an, die von den Räten gewonnen wurde. Als acht Monate später die neue Flutlichtanlage mit der gleichen Spielpaarung eingeweiht wurde, nahmen die Vereinsvertreter erfolgreich Revanche.

1978/79 nahm der FC Kirnbach erstmals mit sechs Jugendmannschaften am Spielbetrieb teil. Die F-Jugend wurde mit Peter Bechthold als Trainer und Jugendleiter Jürgen Schneider auf Anhieb Staffelmeister und gewann dann auch noch die Bezirksmeisterschaften gegen Willstätt und Oberkirch. Die Meisterschaft wurde mit einem Spiel der Meistersieben gegen deren Väter gefeiert. Eine Einladung zum Sportlerball schloß sich an.

In der Jahreshauptversammlung 1979 wurde Klaus Kress zum neuen Vorsitzenden gewählt, nachdem sich Helmut Pfotzer für eine erneute Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung gestellt hatte.

F-Jugendmeister 1978/79

In seiner noch kurzen Amtszeit wurden 1980 die ersten Wolfacher Tauziehmeisterschaften eingeführt, der mangelhaft angelegte Platz mußte erneuert werden und mit der Erweiterung und Aufstockung des Clubhauses wurde begonnen.
Im Jahr 1981 wurde das neue Clubhaus im Rahmen des 25 jährigen Jubiläums des Vereins offiziell eingwiehen. In den folgenden Jahren ging es auch sportlich mit dem FC Kirnbach bergauf. So verpasste die erste Mannschaft in der Saison 82/83 mit der Vizermeisterschaft nur knapp den Aufstieg.. Ein Jahr später wurde die Spielzeit 83/84 ebenfalls mit der Vizemeisterschaft abgeschlossen. Ein Hauptgarant für diese Leistungen war die hervorragende Jugendarbeit, unter der Regie des damaligen Jugendleiters Peter Bechthold, die im Jahr 1986 mit dem Sepp Herberger-Preis ausgezeichnet wurde. Peter Bechthold war es auch, der zusammen mit Jürgen Schneider und Manfred Wöhrle, das erste Informtionsblatt des FC Kirnbach aus der Taufe hob. Der „Volltreffer“ der 1984 zum ersten Mal erschien, ist mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Um auch in der Zukunft die Jugend im Verein optimal fördern zu können, entstand 1987eine Spielgemeinschaft mit dem FC Wolfach und dem SV Oberwolfach.. Durch die Fusion der Jugendmannschaften konnte das fussballerische Potenzial gebündelt werden uns so schafften in kurzer Zeit sowohldie A-Jugend als auch die B-Jugend den Aufstieg bis in die Verbandsstaffel wo beide Jugendmannschaften über mehrere Jahre hinweg erfolgreich spielten. Von dieser guten Jugendarbeit profitierten auch die aktiven Mannschaften. Am 20. Mai 1990 schaffte der Verein den bislang grössten Erfolg. Durch einen 3:0 Sieg gegen den FV Zell a.H. sicherte sich die Mannschaft von Spielertrainer Karl-Heinz Schill im letzten Spiel der Saison den Meistertitel und den lange ersehnten Aufstieg in die Kreisliga A. Im gleichen Jahr erweiterte der FCK sein sportliches Spektrum. Mit der Gründung einer Badmintonabteilung organiserten sich einige Badmintonbegeisterte, welche schnell grossen Zuspruch fanden . In kürzester Zeit mauserte sich die Gruppe von Hobbyspielern zu einem schlagkräftigen und vor allem zu einem sportlich erfolgreichen Badmintonteam, dass schon bald auch am offiziellen Spielbetrieb teilnahm. Weniger erfolgreich lief es in den folgenden Jahren für die aktiven Fussballer des FCK, welche, 1993 wieder in die der Kreisliga B absteigen mussten. Doch schon zwei Jahre später glückte der Wiederaufstieg. In einem wahren Endspielkrimi siegte der FC Kirnbach erneut unter Spielertrainer Karl-Heinz Schill bei der DJK Prinzbach am letzten Spieltag mit 3:2 und machte den zweiten Meistertitel der Vereinsgeschichte perfekt. Leider blieb der Verbleib in der Kreisliga A Staffel Süd nur von kurzer Dauer. Nach zwei Spielzeiten musste der FCK erneut in die Kreisliga B absteigen. Fortan war man bemüht den Wiederaufstieg zu schaffen. Doch der Erfolg blieb ihnen zunächst verwehrt. Ganz anderst verlief der sportliche Höhenflug der Badmintonmannschaft. In der Spielzeit 1999/2000 erreichte die erste Mannschaft nach mehreren Aufstiegen die Vizemeisterschaft in der Verbandsliga und konnte damit den grössten sportlichen Erfolg des FC Kirnbach verbuchen.

Knapp drei Jahre später war auch den Fußballern Fortuna hold. Durch ein 2:2 Unentschieden beim ASV Nordrach und dem gleichzeitigen 3:1 Sieg des Lokalrivalen FC Wolfach gegen Tabellenführer Ankara Gengenbach, gelang der Mannschaft von Trainer Roland Staiger am 5. Juni , dem letzten Spieltag der Saison 2003/2004, die fast nicht mehr für möglich gehaltene Meisterschaft in der Kreisliga B Staffel 3 und sicherte sich damit den Direktaufstieg in die Kreisliga A. Nach einem hervorragenden 6. Platz in der letzten Saison befindet sich der FCK im verflixten zweiten Jahr und hofft mit einem guten Ergebnis die Saison im Jubiläumsjahr 2006 erfolgreich abzuschließen.

Festschrift 50 Jahre FCK

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