Fußball, Kirche und Olympia zum 50.

Fußball, Olympiade und Gottesdienst: Bei den 50. „Kirnbach Open“ war die breite Palette zwischen Unterhaltung und Brauchtum geboten. Das Jubiläum fand großen Zuspruch.

Sportlich los ging es am Freitag, den 28. Juni 2019, mit einem Kleinfeldturnier der Alten-Herren-Klasse. Sechs Teams aus der näheren Umgebung traten zum erstmals ausgetragenen Turnier an. Gleich zum Auftakt spielten die beiden Wolfacher Teams FC Wolfach und FC Kirnbach unentschieden. Da der FC Kirnbach seine übrigen vier Spiele gewinnen konnte, mussten auch die Nachbarn aus der Kernstadt ihr letztes Gruppenspiel gegen den FV Biberach ebenfalls gewinnen, erreichten hier aber nur ein Remis. Damit standen die Gastgeber als Sieger fest. Mit einem gemütlichen Hock und der Musik der Band Defender klang der Freitagabend aus.

Am Samstagnachmittag folgte das zweite Fußball-Turnier. Mit dem Team „DBF Weihnachtsstern“ setzte sich bei der Jubiläumsausgabe wie erwartet das favorisierte Team im Feld der zehn teilnehmenden Mannschaften durch. Im Finale gewannen „Daxkobler, Kech und Co.“ mit 2:1 gegen das junge Team „FC Butterfly Effect“ und bekamen anschließend von der Vorsitzenden Bettina Rök den neu gestifteten Wanderpokal „Dorotheenhütte-Cup“ überreicht.

Das Spiel um Platz drei gewann die Mannschaft „SUBF“, die überraschend als Gruppenvierter im Viertelfinale „Blumis and Friends“ mit einem Tor in der letzten Spielminute ausschalten konnten. Im kleinen Finale machte die bunt gemischte Truppe dann den Traum von Altvorstand Jürgen Bräutigam wahr und bescherte ihrem Oldie den ersehnten Pokal für den dritten Platz.

Parallel zum Herren-Turnier spielten drei Damen-Teams in einer Doppelrunde ihren Sieger aus. Nach sechs durchwegs ausgeglichenen Partien sicherte sich „Schorle wiss sur“ den ersten Platz vor den „Desperados“ und den „Master of Disaster“.

Geist des Sports auch in der Predigt
„Das Runde muss ins Eckige“: Was am Samstag auf dem Platz galt, war am Sonntagmittag auch Thema beim Festgottesdienst mit Pfarrer Stefan Voß. Voß bedankte sich ausdrücklich bei den Organisatoren für die Einladung, mit der Gemeinde der FC-Mitglieder den Gottesdienst zu feiern, Esther Baumann begleitete die Andacht musikalisch. „Das Runde muss ins Eckige“ stehe im Fußball natürlich für das Ziel, ein Tor zu erzielen. Voß trat als symbolischer Akt auch selbst gegen die Kugel und bewies seine Treffsicherheit trotz Talar. Für die Gemeinde leitete der Pfarrer aus diesem Satz die vielen Ziele ab, die es im (Gemeinde-)Leben zu setzen gelte und von denen viele nur gemeinsam erreicht werden könnten. Wie in einer Fußballmannschaft brauche der Kapitän/Trainer/Pfarrer ein Team, um erfolgreich zu sein.

Für die Fürbitten hatten sich Bettina und Matthias Rök elf Wünsche aus dem Fußballer-Kontext herausgesucht. So sollte jeder im Anderen immer auch den Menschen und nicht nur den Gegner sehen und auch für die Spieler auf der Ersatzbank wurde eine Fürbitte gesprochen. Jeder Besucher nahm abschließend einen kleinen Fußball als Erinnerung an diesen besonderen Festgottesdienst mit nach Hause.

Athleten müssen nur dreimal in die Hitze
Nachdem das Kirnbacher Eschenloch zwei Tage lang das Mekka des Wolfacher Fußballsports war, enterten am Sonntagnachmittag neun Familien-, Vereins- oder einfach nur Spaßteams das Sportgelände für die Premiere der Kirnbe-Gaudi-Olympiade.

Zwei Stunden lang hatten die Teams Zeit, in Eigenregie die zehn Stationen zu absolvieren. Lediglich drei Disziplinen fanden in der prallen Sonne statt, dazwischen gab es zur Abkühlung in den Spielerkabinen ein Quiz zur Geschichte des FC Kirnbach, mit dem die auswärtigen Teams so ihre liebe Mühe hatten, und ein Reaktionsspiel.

Am beliebtesten waren bei den Temperaturen die beiden Stationen „Wasserbombe“ und der Wasserpistolen-Spritzwettbewerb. Entschieden wurde die Olympiade in den Disziplinen „Pömpelwurf“ und „Eierlaufen“. Im Fernduell mit der Kirnbacher Musik gingen die vier gestandenen Mannsbilder der „Schänzlehexen“ auch das Eierlaufen professionell an und holten hier die entscheidenden Punkte. Zu den Klängen des „Olympic spirit“ von John Williams, gespielt von der Jugendkapelle der Stadtkapelle Wolfach, übergaben Bettina Rök, Nadine Störk und Nico Allgaier die Urkunden an die Teilnehmer.

Bei der „Kirnbe-Gaudi-Olympiade“ holten die „Schänzlehexen den Olympiasieg. Auf den weiteren Plätzen folgten der Musikverein Kirnbach, das „Wolfsrudel 1“, das „Wolfsrudel 2“, die „jungen Wilden“, der „Old Boys FCK“ und der „TuS Kinzigtal and Fränzen“.

Text: Matthias Dorn (Schwarzwälder Bote)

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